Private Homepage zur artgerechten Haltung von Landschildkröten
Private Homepage zur artgerechten Haltung von Landschildkröten 

Wir Überwintern ihre Schildkröte

Wir helfen Ihnen, bei der Überwinterung Ihrer Schildkröte - Sprechen Sie uns einfach an.

 

 

 

Das Tier sollte entwurmt bzw. bei z.B. exomed auf mögliche Parasiten untersucht worden sein.

 

Wenn Sie dies nicht machen, und sich ggf. zu viele Parasiten im Tier befinden, ist eine Blutvergiftung oder eine andere totbringende Krankheiten in der Starre nicht ausgeschlossen.

Das Entwurmen auf Natürliche art und weise:

 

Wer kennt es nicht, Entwurmen mit Panacur ist immer mit Vorsicht zu genießen:

Nun habe ich einen Bericht gelesen:

 

Im Mixer zerkleinerte ich  Minze, Thymian, Karotten, Kürbiskerne und Salbei  mit ein wenig Kokosöl und bot diese Rosa Paste, fast wie Leberwurst artige gemisch, den TIeren an.


Sie haben es freiwillig gefressen!
Zwei, Drei  Tage später kontrollierte ich den Kot der Tiere und siehe da, es wurden augenscheinlich Würmer (Oxyuren) ausgeschieden. Und das, obwohl vorher kein augenscheinlicher Befall vorhanden war.
Da alle Zutaten für Schildkröten unbedenklich sind halte ich diese Methode für durchaus überlegungswert.

Menge:

1 TL Kokosöl

1 TL Kürbiskerne

2-3 Karotten

Minze, Thymian, Salbei ca ja eine kleine Hand voll

 
 
Schreiben Sie uns einfach an!

 

 

 

Oft werden wir gefragt: "Muss ich eine Schildkröte wirklich Überwintern? Warum eigentlich?"

 

JA! Dies gehört zur artgerechten Haltung der Europäischen Landschildkröte dazu!

 

 

Um die kalten Monate zu überstehen, fallen Landschildkröten (THB THH TM TG)  in eine Winterstarre. Halter erkennen diesen Zeitpunkt meist daran, dass die Tiere träger werden und weniger fressen. Voraussetzung: Sie werden artgerecht gehalten und bekommen den "Herbst" mit, im Terrarium muss der Mensch dies simulieren.

 

Zum Überwintern brauchen die Tiere jedoch einen dunklen und kühlen Ort. Die Temperatur sollte konstant bei vier bis sechs Grad liegen. Kleine Schwankungen sind in Ordnund und kommen auch in der Natur vor, solange sie nicht mehrere Tage/Wochen anhalten. Der beste Ort ist für die Schildkröte deshalb ein separater Kühlschrank, oder ein überwachtes Frühbeet mit Überwinterungsgrube. Darin lässt sich die Temperatur exakt einstellen und mit einem Thermometer überprüfen. Wir empfehlen einen Thermotimer UT200!!!

 

 

Keller, Balkon oder Garage sind zum Überwintern nur bedingt geeignet: An diesen Orten kann die Temperatur schwanken, wodurch die Tiere eventuell wieder aufwecken. Hier muss man unbedingt täglich die Temperatur überprüfen.

 

Am besten setzen Halter ihre Tiere zum Überwintern zunächst in eine Kiste. Sie kann aus Kunststoff sein und sollte das vierfache der Panzergröße betragen. Ungedüngte Gartenerde mit Sand ist am besten. Darauf machen wir Laub von Buche oder Eiche!  Die Winterruhe dauert in der Regel drei bis fünf Monate. Auch für die kleinen Nachzuchten!

 

 

Wie die Tiere der Kälte trotzen

Tiere trotzen mit ganz unterschiedlichen Strategien Tiefkühltemperaturen: Zahlreiche Arten sparen einfach Energie oder senken ihre Körpertemperatur - Manche verbringen den Winter sogar im tiefgefrorenen Zustand.

So gibt es sogar Fische, Frösche und Schildkröten, die durchgefroren sind. Bei ihnen schlägt dann auch das Herz nicht mehr. Sie können selbst Temperaturen von minus 20 Grad aushalten.

Tiere schalten in den Energiesparmodus

Manche Wasserschildkröten treiben es nicht ganz so weit, sie leben während der kalten Jahreszeit auf dem Boden von Gewässern - das Wasser ist dort vier Grad kalt. Eigentlich müssten sie ab und zu mal nach oben, um Luft zu schnappen. Weil sie ihren Stoffwechsel aber drastisch nach unten fahren, reicht ihnen der Sauerstoff des Wassers zum Überleben.

Vor allem Reptilien sind wahre Meister im Energiesparen, da sie wechselwarm sind. Ihre Körpertemperatur ist also - im Gegensatz zu Säugetieren - nicht konstant, sondern passt sich der Umgebung an. Das ist im Winter überaus praktisch.

Denn das permanente Heizen auf eine bestimmte Gradzahl kostet dem Körper enorm viel Energie. So nehmen Reptilien auch im Winter nicht ab, ihre im Sommer angefutterten Fettreserven verbrauchen sie im Frühjahr in der sehr anstrengenden Paarungszeit. ;-)

 

 

 

 

 

Ich empfehle allen "Freilandüberwinterern" die Wetterstation von TFA.

Mit Hilfe der Station kann man mit dem Smartphone die Luftfeuchtigkeit und Temperatur aufzeichnen und speichern.Über ein App und anbindung an das LAN Netzwerk kann man binnen 2 Minuten alles überwachen und jederzeit abrufen. Tolles Spielzeug :-)

 

Artikel vom 23.10.2016

 

Die Richtige Überwinterung der Europäischen Landschildkröten 

 

Oft erreichen mich die Fragen: Oh Gott, darf ich den so kleine Wuzerla schon Überwintern?  

Oder, im Baumarkt beim Kauf sagte man mir Das die erst im 5-6 Lebensjahr zu Überwintern wären. 

Weitere Aussage: Meine hat 20 Jahre nicht Gestarrt, die kann das gar nicht. 

Eine Überwinterung, Winterstarre der Tiere, ist seit Jahr Millionen Jahren Wichtig und Notwendig für eine Artgerechte Aufzucht und Haltung von Europäischen Landschildkröten. 

Auch kleine Babys, die im August/September geschlüpft sind, Müssen und sollten 3-4 Monate Starren.  

Die Tiere werden weder Verhungern  noch Sterben sie. Ohne Überwintern werden Europäische LSK kaum älter als 10 Jahre durch die falsche Haltung. Eine Winterstarre müssen die Tiere auch nicht lernen, dies ist ein Fester Teil des Lebens einer Europäischen Landschildkröte, und Einprogrammiert 

Europäische Landschildkröten (Griechische Landschildkröten Testudo hermanni Boettgeri, Testudo hermanni hermanni, Maurische Testudo Graece Ibera oder auch Russische Landschildkröten Testudo horsfieldii) Halten keinen Winterschlaf wie ein Bär oder ein Murmeltier. Dieser Begriff wird Fälschlicherweise oft angewandt im Bezug auf Landschildkröten. Bär und Murmeltier müssen im Herbst Fettreserven Anfressen um den Winter durchschlafen zu können. Dies machen LSK aber nicht- Diese halten eine "Winterstarre".  

Winterstarre ist eine Kältestarre, die den Körper mit Atemfrequenz, Herzschlag und Stoffwechsel auf ein Minimum reduzieren. Die ideale Temperatur wäre hierfür bei 2-6 Grad. Eine zu warme Überwinterung wie z.B. am Dachboden/Keller würde zu folgendem führen: Der Stoffwechsel der LSK setzt bei ca.  8 Grad  ein, durch die zu niedere Temperatur findet keine Verbrennung  statt. In der Leber werden so genannte Ketonkörper gebildet. Dies hrt zu einer Säurevergiftung. In der Folge fallen die Tiere ins Koma, und bedeutet den Tod für das Tier.  

 

Die Vorbereitung zur Winterstarre  in Menschenobhut beginnt schon Ende Juli/Anfang August mit der Kotuntersuchung beim Tierarzt. Der Kot muss auf Wurmbefall untersucht werden. Von selbstständigen Entwurmungen ohne Befund ist abzusehen, da sonst die Darmflora angegriffen werden kann. Bei Wildkräuter (Fütterung/Rohfaserreich) Ohne Früchte, Obst, Salate, Gemüse, ist kaum ein Wurmbefall zu befürchten. Futterliste auf www.Schildkrötenfarm-Edelsfeld.de 

 

Da eine Freilandhaltung mit Frühbeet/Gewächshaus/Schutzhütte die einzige Alternative  in unserem Breitengrad ist.  Ein Terrarium ist  von klein auf zu vermeiden. Wir sprechen  nun über die Überwinterung im Freiland. 

Die Tiere können in einem  Gehege mit  Frühbeet/Gewächshausanlage 365 Tage im Freien leben. ohne das die Tiere in ein "Übergangsterrarium" müssen, wie es früher oft gehandhabt wurde. 

Europäische Landschildkröten haben eine ideale Stoffwechsel Temperatur von 35Grad. Da wir in unseren Breitengraden außer Juni/Juli/August oft diese Temperaturen nicht erreichen, müssen wir die Schutzhütten  mit viel Licht/Helligkeit und Wärmelampen ausstatten. 

Diese Wärmelampen sind sogenannte PAR38 Strahler( für 10,- im Baumarkt erhältlich), und keine Spezial UV Lampen, UV bekommen die Tiere kostenlos von der Sonne ;-) 

                                                                                                                                         

Werden im September die Tage kürzer, die Temperaturen Kühler, sind die Tiere meist bereits sehr träge und  inaktiv, oder bei einer schlecht Wetter Periode bereits vergraben.  

Die Wärmelampen sind von 8-18 Uhr noch geschalten.Bei Sonne und über 13Grad dürfen meine Tiere zwischen Schutzhaus und Freigehege selbstständig wählen. Nahrung wird sporadisch noch aufgenommen. Wasser zum trinken immer anbieten.  

Ab Oktober halten sich die Tiere meist nur noch im Schutzhaus auf, Sporadisch bei Schönen Wetter auch aussen.Die Lampen sind dann von 9-15 Uhr geschalten. Nahrung nehmen sie nur noch selten auf, Sonnen sich gerne.  Wasser muss immer angeboten werden.   In dieser Phase werden je nach Wetterprognosen  pro Woche 1 Std. Leuchtdauer der Lampen am Tag genommen, um dann auf ein Minimum(2-3 Std pro Tag)  Anfang November zu sein. 

Ab Anfang November haben sich die Tiere bei mir bereits so tief vergraben das kaum mehr ein Panzer zu sehen ist. Die Erde besteht aus Lockerer Feuchter ungedüngter Gartenerde. Kleine Steine, Äste oder Würmer in dieser Erde machen den Tieren nichts aus. Zu vermeiden ist Trockene gedüngte Erde, Holzspäne, Heu, Seramis, Sägespäne, Katzenstreu etc. Leider wurde hier durch Unwissenheit von Haltern schon viel Ausprobiert. Die Tiere nehmen in der Winterstarre auch minimal Feuchtigkeit durch die Haut auf, dies geschieht über feuchte, (keine Staunässe), Erde. Mit einer Schicht trockenen Buchenlaub (Achtung: Von Obstbaumlaub ist dringlich abzuraten, da durch die Zersetzung der Blätter  Gärb und Giftstoffe Entstehen. Am bewährtesten ist das Trockene Laub von der Buche, und Stroh.  

Dieses Laub wird von mir ca. alle 4-6 Wochen je nach "Trocknung" immer leicht nachgefeuchtet, da die Feuchtigkeit langsam zur Erde hinunter sickert, und die Erde nachfeuchtet.(Pumpflasche, kleine Gießkanne. ) 

 Die Tiere sind nun bei einer Idealtemperatur von 2-6 Grad konstant eingegraben und starren. Auch starker Frost, wird nichts ausmachen, da unsere Schutzhütten ein 80cm Tiefes   Fundament aus  Beton und Styropor haben. Die Holzhütten sind mit Styropor gedämmt. Wer sowas nicht hat, oder sich nicht traut, kann die Tiere dann auch im November, wenn sie bereits vergraben sind, und Starren ausgraben und in eine große Kiste mit Erde, umsetzen.  Auch eigenen sich oft "Lichtschächte", Garagen,  Schuppen, alte Gewölbe oder Kartoffelkeller zum Überwintern. Man muss nur auf eine konstante Frostsichere Umgebung von 2-6 Grad achten. Theoretisch können die Tiere zwar Frost ab, aber man sollte den Stoff Glycogen als Kältestoff im Blut nicht mit einem Frostschutzmittel vom Auto gleichstellen. Erfrierungen an Augen oder Glied Masen sind keine Seltenheit bei Frost. Was leider auch seit ein paar Jahren recht "Beliebt" ist, wäre der Kühlschrank, wobei ich Persönlich nur in Ausnahmefällen dazu rate, da die Vibrationen/Erschütterungen des Kühlschranks durch das Anlaufen des Motors für den Menschen zwar als minimal empfunden werden, aber für die sehr  ausgeprägten Seismographischen Sinne einer Landschildkröte mit einer Naturkatastrophe wie bei einem Erdbeben nachempfunden werden. Die Tiere sind also oft nicht richtig starr und ruhig, sondern immer etwas in Bewegung. Sie kommen  nicht zur Ruhe. Deshalb ist das Restrisiko hier höher. (Sterblichkeitsrate).  Wenn aber keine andere Möglichkeit besteht, ist ein Kühlschrank besser als auf die Starre zu verzichten. Aber am Artgerechtesten ist eine Geschütze Überwinterung im Gehege. Es ist der Natur am Natürlichsten nachempfunden. 

 

Ab Temperaturen von 14-16 Grad am Tag, sowie Frostfreien Nächten graben sich die Schildkröten oft im März/April wieder aus.  Man sollte nun die Lampen bereits 2-3 Std  Aktivieren Pro Tag. Ab den 3 Tag nehmen die Tiere dann oft auch Nahrung und Wasser wieder zu sich. Bitte beachten Sie aber, wenn nur ein kurzes "Schönwetterhoch" kommt, nicht gleich verrücktmachen, und auswintern. Die Tiere kommen meist mit steigenden Temperaturen im Schutzhaus/Gewächshaus dies von der Sonne wieder Lichtdurchflutet wird, selbständig hoch. 

Sollte im Winter sich die Schildkröte Frühzeitig ausgraben und oben auf dem Laub sitzen, stimmt meist etwas nicht. Dann bitte einen Tierarzt Kontaktieren. 

Probleme während der Starre: 

Schimmel : Bei Schimmelnder  Erde oder Laub etc. großzügig auswechseln.  

Blutvergiftung/Sepsis- Bei der Kontrolle der Tiere in der Starre tritt oft bei stark verwurmten Tieren eine deutliche Rote Einfärbung des Panzers auf. Hier besteht lebensgefahr- Tiere sofort zu einem TA bringen. Tiere aber nicht extremen Temperatur Schwankungen aussetzen. Leichte Ein Rötung im Herbst, die sich am Plastron durch leichten Druck "Wegdrücken" lassen, ist ein Zeichen starker Durchblutung bzw. beim Wachstum.  

Gewichtsverlust- mehr als 5-8% Gewichtsverlust sollte nicht auftreten. Ansonsten  muss man das Tier Auswintern und einen TA aufsuchen. Gerade Junge Schildkröten aber wachsen sogar im Winter und es  ist keine Seltenheit das diese sogar ein paar Gramm zunehmen. Dies ist natürlich. 

Fressfeinde: Gerade bei Überwinterung im Schutzhaus ist durch den Mensch darauf zu achten das keine Nager, Ratten, Igel oder  Fuchs etc  eindringen können. Da diese Tiere Schildkröten sogar An- oder  Auffressen können.  

 

Abschließend möchte ich noch sagen, das ALLE EUROPÄISCHEN LANDSCHILDKRÖTEN egal ob 2 Monate oder 120 Jahre alt, Überwintern müssen. Dies ist für  eine Artgerechte Gesunde Haltung Unabdingbar. Eine  Terrarium Haltung von Griechischen Landschildkröten ohne Winterstarre ist  Tierquälerei. Es ist nie zu spät die Haltung umzustellen.  

 

 

 

Folgende Technik sollte in keinem Gewächshaus Fehlen: 

PAR38 Strahler zum Aufwärmen  

Zeitschaltuhr zum Steuern der Lampen 

Elstein Strahler oder Heizlüfter als Frostschutz/Überwinterungsschutz gepaart mit einem Thermotimer der verschiedene Zeiten oder Temperaturen Programmieren kann, Im Winter ist bei  mir der Thermotimer auf 3.0 Grad geschalten (Schaltet bei 2.9 Grad ein, und bei 4.1 Grad aus) 

 Temperaturfühler zur Überwachung der Temperatur werden ca. 5cm in die Erde gesteckt. 

(z.B. von TFA Dostmann mit gekoppelter Handy App zum Abrufen/Alarmschalten der Temperaturen)                                                                                                                                          

 

 

Dieser Ratgeber ist eine Zusammenfassung meiner Langjährigen eigenen  Erfahrung in artgerechter Haltung von Europäischen Landschildkröten, und von Wissenschaftlichen neuesten Erkenntnissen 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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